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Chinesisch für Einsteiger
- Online Chinesisch lernen ohne Vorkenntnisse!



Sprechtraining 2

Die Pinyin-Lautschrift




Was du in diesem Teil lernst:

• Wie chinesische Silben aufgebaut sind

• Wie die An- und Auslaute der Pinyin-Lautschrift ausgesprochen werden



Der Aufbau chinesischer Silben

Dass jede Silbe im Chinesischen einen bestimmten Ton trägt, haben wir nun bereits gelernt. Aber wie sehen die Silben des Chinesischen aus und wie werden sie ausgesprochen?

Chinesische Silben setzen sich meist aus einem konsonantischen Anlaut und einem vokalischen Auslaut zusammen.



1. Die chinesischen Anlaute


Die Anlaute des Chinesischen im Überblick:

b

d

g

j

z

zh

p

t

k

q

c

ch

m

n

h

x

s

sh

f

l

h

h

h

r

b

d

g

j

z

zh

p

t

k

q

c

ch

m

n

h

x

s

sh

f

l

h

h

h

r


Insgesamt gibt es 21 Anlaute im Chinesischen, wie die obige Tabelle zeigt. Knapp die Hälfte davon (in der Tabelle schwarz markiert) wird grundsätzlich genauso wie im Deutschen ausgesprochen und stellt von daher für Muttersprachler des Deutschen keine große Herausforderung dar.

Um die übrigen Anlaute (in der Tabelle orange markiert) korrekt auszusprechen, sind einige einfache Hinweise nötig, die wir euch im Folgenden mit an die Hand geben möchten.


Für deutsche Muttersprachler schwierige Anlaute



Übersichtstabelle:

h

x

s

sh

c

ch

q

z

zh

j

w

r


ch wie in „ach“

wie eine Mischung aus ch in „ich“ und ß in „weiß“

stummes s wie in „weiß“

retroflexes sch

ts wie in „Katze“

t+sh (retroflexes sch)

t+ch (ch wie in „ich“ + hartes t, wie in „Ki-ttchen“)

ds mit stimmlosem s 

d+sh (retroflexes sch)

d+ch (weiches d + ch wie in „ich“, wie dch in Mä-dchen)

wie im Englischen „well“ (Zähne nicht auf die Lippen)

retroflexes j (ähnlich wie in „bonjour“, nur retroflex)


h

ch wie in „ach“

x

wie eine Mischung aus ch in „ich“ und ß in „weiß“

s

stummes s wie in „weiß“

sh

retroflexes sch

c

ts wie in „Katze“

ch

t+sh (retroflexes sch)

q

t+ch (ch wie in „ich“ + hartes t, wie in „Ki-ttchen“)

z

ds mit stimmlosem s

zh

d+sh (retroflexes sch)

j

d+ch (weiches d plus ch wie in „ich“, ähnlich wie dch in Mä-dchen)

w

wie im Englischen „well“ (Zähne nicht auf die Lippen)

r

retroflexes j (ähnlich wie in „bonjour“, nur retroflex)


Hörbeispiele und Sprechübungen:



Chinesisches "ch": Die Laute h und x 

1) Pinyin "h"

Aussprache:

Aspiriertes „h“ wie in „lachen“ oder „ach“. Wie stark der h-Laut im Chinesischen „behaucht“ wird, hängt allerdings auch von den persönlichen Aussprachegewohnheiten einzelner Muttersprachler ab.

Merkhilfe:

„(a)ch“

Hör- und Sprechübung:


hǎo

gut



See


hóu

Affe


hěn

sehr


hàn

Schweiß



2) Pinyin "x"

Aussprache:

Eine Mischung des deutschen „ch“ wie in „ich“ und dem „ß“ in „weiß“.

Merkhilfe:

„(i)ch“

Hör- und Sprechübung:

西


Westen

线

xiàn

Linie


xué

lernen


xiǎo

klein


xīn

Herz



Chinesisches "s" und "sch": die Laute s und sh

3) Pinyin "s"

Aussprache:

Stimmloses „s“ wie in „weiß“. Beachte: kein stimmhaftes „s“ wie in „Sommer“!

Merkhilfe:

ß

Hör- und Sprechübung:


sān

drei


sǎo

putzen

sōu

durchsuchen


sài

blockieren



vegetarisch



4) Pinyin "sh"

Aussprache:

Ähnlich gesprochen wie das deutsche „sch“, aber leicht retroflex, also mit leicht nach hinten gewölbter Zungenspitze.

Merkhilfe:

sch (retroflex)

Hör- und Sprechübung:


shū

Buch


shǎ

dumm


shǒu

Hand


shān

Berg


shǎo

wenig



Chinesische Anlaute mit "t": Die Laute c, ch und q

5) Pinyin "c"

Aussprache:

Gesprochen wie das deutsche „t“ plus ein stimmloses „s“, ähnlich also wie deutsches tz in „Katze“.

Merkhilfe:

ts

Hör- und Sprechübung:


cài

Gemüse


cōng

Frühlingszwiebel



abwischen


cān

Essen



Essig



6) Pinyin "ch"

Aussprache:

Gesprochen wie das deutsche „t“ plus den Pinyin-Laut „sh“. Damit klingt das chinesische „ch“ ähnlich wie das deutsche „tsch“ in „Klatsch“, allerdings mit retroflexem Einschlag (zurückgebogene Zungenspitze).

Merkhilfe:

tsh (retroflex)

Hör- und Sprechübung:


chǎo

streiten


cháng

lang


chéng

Stadt


chòu

stinken


chū

herauskommen



7) Pinyin "q"

Aussprache:

Gesprochen wie ein hartes deutsches „t“ plus ch wie in „ich“. „q“ klingt also ähnlich wie tch in „Ki-ttchen“!

Merkhilfe:

tch (wie in Ki-ttchen")

Hör- und Sprechübung:


qián

Geld



gehen



aufstehen


qióng

arm


qiáo

Brücke



Chinesische Anlaute mit "d": Die Laute z, zh und j

8) Pinyin "z"

Aussprache:

Ähnlich gesprochen wie unser deutsches „d“ plus ein stimmhaftes „s“, also ein weiches „ds“.

Merkhilfe:

ds

Hör- und Sprechübung:


zǒu

gehen


zuò

sitzen


zāi

Unglück


zuì

betrunken



Zeichen



9) Pinyin "zh"

Aussprache:

Wie das deutsche „d“ plus der chinesische „sh“-Laut. Damit klingt dieser Laut ähnlich wie das „dsch“ in Dschungel, allerdings stimmlos sowie mit leicht zurückgebogener Zungenspitze (retroflex).

Merkhilfe:

dsh (retroflex)

Hör- und Sprechübung:


zhòng

schwer


zhū

Schwein


zhǎo

suchen


zhǐ

Papier


zhàn

Haltestelle



10) Pinyin "j"

Aussprache:

Das Pinyin-„j“ wird wie ein deutsches weiches „d“ plus ein „ch“ wie in „ich“ gesprochen (Pinyin x). Der Laut klingt also ähnlich wie der im deutschen „Mä-dchen“, aber wesentlich weicher. Als Merkhilfe kommt die Buchstaben-Kombination „dj“ diesem Laut am nächsten.

Merkhilfe:

dj (ähnlich auch Mä-dchen)

Hör- und Sprechübung:


jiǎo

Fuß


jiā

Zuhause


jiàn

sehen



Huhn



Satz



Das chinesische "w"

11) Pinyin "w"

Aussprache:

Wie das englische „w“ in „well“. Wichtig: Nicht so zu sprechen wie das deutsche „w“ in „Wasser“, bei dem die Zähne die Lippen berühren!

Merkhilfe:

„w(ell)“

Hör- und Sprechübung:



ich



Zimmer

娃娃

wáwa

Puppe


wéi

Hallo? (am Telefon)


wǎn

Schüssel, Schale



Der retroflexe Laut r

12) Pinyin "r"

Aussprache:

Das Pinyin-„r“ klingt unserem deutschen „r“ in keinster Weise ähnlich! Stattdessen wird dieser Laut eher wie das französische „j“ in „bonjour“ ausgesprochen, allerdings mit leicht nach hinten gebogener Zungenspitze (also retroflex).

Merkhilfe:

retroflexes j

Hör- und Sprechübung:


rén

Mensch


rào

aufwickeln


ròu

Fleisch


rán

anzünden


róng

Ehre



2. Die chinesischen Auslaute

Bei den chinesischen Auslauten wird die Variationsbreite etwas größer, da sowohl einzelne Vokale als auch Kombinationen aus mehreren Vokalen als Auslaute auftreten können. Auch gibt es einige Auslaute, die auf „n“ oder „ng“ enden, also auf Konsonanten. 

Aber schon wieder eine gute Nachricht: Die Aussprache der meisten Auslaute erschließt sich für uns als Deutschmuttersprachler bereits ganz intuitiv aus der Schreibweise des Pinyin! Im Folgenden wollen wir euch trotzdem einige Erklärungen und Hörbeispiele mit an die Hand geben. 

Auslaute, deren Aussprache 

sich für uns intuitiv aus dem Pinyin erschließt:

Freistehende Auslaute ohne konsonantischen Anlaut:

Diese chinesischen Auslaute können ohne einen Konsonanten am Anfang auftreten:

Hör- und Sprechübung:

a


ai

wie in "Ei"

ei

wie in "Hey!"

ao

wie in "Hau!"

(y)in


an


ang


ong



Gebundene Auslaute mit konsonantischem Anlaut:

Andere Auslaute treten in der Regel mit einem konsonantischen Anlaut auf. Um die Aussprache zu verdeutlichen, haben wir unseren Beispielen Anlaute hinzugefügt:

Hör- und Sprechübung 1:

lia


liao

wie „liau“

liu

wie „lio“

lian

wie „liän“

lin


ling


liang


xiong



Hör- und Sprechübung 2:

lu


la

luo


kuai


dui


luan


dun

duang


lüe

wie „lü-e“



Drei Regeln, die man sich merken sollte:

Die Auslaute werden je nach Anlaut teilweise unterschiedlich geschrieben. Hierfür gelten drei einfache Regeln:

(1) Folgt auf die Anlaute j, q, x und y ein u, so wird es ü gesprochen. Sprich: ju, qu, xu und yu werden wie jü, qü, xü und yü ausgesprochen, auch wenn hier in der Pinyin-Umschrift keine Pünktchen über dem u stehen.

Hörbeispiele:



Satz



gehen



fortsetzen



Jade


(2) Stehen Auslaute, die ein i, u oder ü enthalten, alleine ohne konsonantischen Anlaut, werden in der Pinyin-Umschrift am Anfang der Silbe y, w bzw. yu geschrieben. Wie das dann konkret aussieht, wird an folgenden Beispielen deutlich: 

Beispiele:

Beispiele für i:

Die Silben i, in, ing werden zu yi, yin, ying

Beispiele für u:

Die Silben u, uan und uang werden zu wu, wan und wang

Beispiele für ü:

Die Silben üe und üan werden zu yue und yuan

(3) Einen Sonderfall bilden die „Zischlaute“  s, sh, z, zh, c und ch sowie das retroflexe r. Tritt hinter diesen nämlich ein -i auf, wird dieses nicht wie ein deutsches langes „i“ gesprochen, sondern als sogenannter „gepresster“ Vokal im Rachen. Und das klingt dann so:

Hörbeispiele für i nach s, sh, z, zh, c, ch und r:



vier


shī

Gedicht



Zeichen


zhī

Saft



Wort


chī

essen


rì 

Sonne



(2) Für deutsche Muttersprachler schwierige Auslaute


1) Auslaut "e" vor n/ng

Aussprache:

Der Auslaut e wird vor n und ng (z.B. men oder meng) wie ein unbetontes e im Deutschen „machen“ gesprochen.


Merkhilfe:

"(mach)e"

Hör- und Sprechübung 1: "e" wie in "machen"


mén

Tür


wèn

fragen


bèn

dumm


lěng

kalt


děng

warten


2) Auslaut "e" ohne folgenden Konsonanten

Aussprache:

Folgt auf e kein n oder ng, wird beim Sprechen des Lautes der Mund gegen Ende hin etwas weiter geöffnet. Das klingt ähnlich wie ein unbetontes "e" wie in "Sach-e", das am Ende ein kleinwenig in Richtung der Artikulation eines "a" ausläuft. Manchen Deutschmuttersprachler mag der Klang dieses Lautes insgesamt an ein "ö" wie in "dösen" erinnern (allerdings mit weniger Lippenrundung gesprochen!). Schon anhand dieser kurzen Erläuterung wird klar: Der chinesische Auslaut "e" ist für uns eher ungewohnt und übungsbedürftig. Am besten also gleich das Audio anhören und einige Male nachsprechen.

Merkhilfe:

e-a, ö

Hör- und Sprechübung 2: "e" am Silbenende


chē

Auto



heiß



fröhlich



Lied


shé

Schlange


3) Auslaut "o"

Aussprache:

Der Auslaut o wird nicht wie ein offenes o in „Lot“, sondern eher wie „oa“ wie im Ausruf „Boah!“ oder dem Englischem „more“ gesprochen. 

Merkhilfe:

"oa"

Hör- und Sprechübung:



ich



zocken



Tinte



Buddha



kaputt







Kann's jetzt losgehen mit dem Sprechen?

Aber hallo!


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Lektion 1: Am Bahnhof






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