Navigation:  

Home  -  Einsteigerkurs  -  In 20 Worten  -  Dialoge   -  Nachrichten  -  Snacks  -  Musik  -  Filme  -  Videos

Chinesisch für Einsteiger
- Online Chinesisch lernen ohne Vorkenntnisse!


Alle Lektionen: 

1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9

10 - 11 - 12 - 13 - 14 - 15



Lektion 2:

"Wie heißt du auf Chinesisch?"

Nǐ yǒu zhōngwén míngzi ma? 


Location: Im Büro

Lena hat schon vor einiger Zeit damit begonnen, Chinesisch zu lernen, um mit Chinesen, die ihr im Alltag in Deutschland begegnen, direkt kommunizieren zu können. Auch hofft sie, über die Sprache Stück für Stück einen Einblick in Chinas Kultur und Denkweise zu bekommen. Passenderweise fängt ausgerechnet jetzt eine neue Kollegin aus China in der Firma an, in der Lena derzeit Praktikum macht. Lena nutzt also die Chance und stellt sich der jungen Kollegin prompt auf Chinesisch vor. Diese ist sichtlich überrascht und auch ein wenig beeindruckt...


Was du in dieser Lektion lernst:

Kommunikation:

● sich auf Chinesisch vorstellen

● jemanden nach seinem Namen fragen

● seinen Namen auf Chinesisch sagen

● ungerechtfertigtes Lob fachmännisch zurückweisen

Grammatik:

● besitzanzeigende Fürwörter und das Fragepronomen „wessen“

● Die Entscheidungsfrage mit ma

● die Fragepartikel ne

● „sein“-Sätze mit shì und hěn

● fließende Wortklassen im Chinesischen

Kulturhighlight:

● Chinesische Namen - Warum manche Chinesen sich in Deutschland Petra nennen

a

Lektionsdialog 2:

Lena:

Nǐ hǎo, wǒ jiào Lena. Nǐ ne?

Hallo, ich – heiße – Lena. Du – NE?

„Hi, ich heiße Lena. Und du?“

你好,我叫Lena。你呢?

Xiao Liu:

Nǐ hǎo, wǒ shì Xiǎo Liú. Nǐde zhōngwén hěn hǎo!

Hallo, ich – bin – Xiao Liu. Dein – Chinesisch – sehr – gut!

„Hallo, ich bin Xiao Liu. Dein Chinesisch ist sehr gut!“

你好,我是小刘。你的中文很好!

Lena:

Nǎli nǎli!

Woher - woher!

„Ach, woher denn!

哪里哪里!

Xiao Liu:

Nǐ yǒu zhōngwén míngzi ma?

Du – hast – chinesischen – Namen – MA?

„Hast du einen chinesischen Namen?“

你有中文名字吗?

Lena:

Yǒu! Wǒde zhōngwén míngzi jiào Mèng Léinà.

Habe! Mein – chinesischer – Name – heißt – Meng Leina.

„Habe ich! Mein chinesischer Name lautet Meng Leina.“

有!我的中文名字叫孟雷娜。

Xiao Liu:

Nǐde zhōngwén míngzì hěn hǎotīng!

Dein – chinesischer – Name – sehr – wohlklingend!

„Dein chinesischer Name klingt sehr schön!“

你的中文名字很好听!

Lena:

Xièxie!

Danke!

„Danke!“

谢谢!

Vokabeln



Vokabeln:





jiào

v

hier: heißen, nennen, auch: rufen

你呢?

Nǐ ne?


Und du? Und was ist mit dir?


shì

v

sein (Kopulaverb vor Nomen/nominalem Prädikat)


xiǎo

n

klein, jung (xiǎo wird zur informellen Anrede jüngerer oder gleichaltriger Personen verwendet und dabei vor den Nachnamen gestellt, z.B. Xiao Liú 小刘 wörtl. "kleine/junge Liu", das Gegenstück lautet Lǎo Liú 老刘  "alter Liu")


Liú

eig

Liu (häufiger chinesischer Nachname)

你的

nǐde

pron

dein/e/s

中文

zhōngwén

n/adj

Chinesisch; chinesisch (wörtl. "Mitte - Sprache", Chinesisch ist also die "Sprache der Mitte")


hěn

adv

sehr (auch: Kopula im Sinne von "sein")

很好

hěn hǎo

adv+adj

gut (sein), sehr gut


a

part/ interj

Abtönungspartikel am Satzende, der in der Umgangssprache häufig verwendet wird, aber in der Regel keine besondere Bedeutung trägt

哪里哪里!

Nǎlǐ nǎlǐ!


Ach, woher denn! Zuviel des Lobes! (wörtl. "woher - woher")


yǒu

v

haben, es gibt

名字

míngzi

n

Name, Vorname

我的

wǒde 

pron

mein/e/s


tīng

v

hören, zuhören, anhören

好听

hǎotīng

adj

wohlklingend, gut klingend, sich gut anhören (wörtl. "gut hören")



Die Grammatik-Highlights dieser Lektion:


1. Meins, deins, seins

– Die chinesischen Possessivpronomen


In der ersten Lektion haben wir bereits die Personalpronomen im Chinesischen kennen gelernt. Daraus lassen sich nun ganz einfach besitzanzeigende Fürwörter ableiten. Dafür man muss lediglich die Silbe de 的 an das jeweilige Personalpronomen anhängen.


Die chinesischen Possessivpronomen im Überblick:

我的

wǒde

mein/e/s 

你的

nǐde

dein/e/s 

他的,她的,它的*

tāde*

sein/e/s, ihr/e, sein/e/s** 

我们的

wǒmen de

unser/e/s

你们的

nǐmen de

euer/eure/eures 

他们的,她们的**,它们的

tāmen de**

ihr/e/s*

* Das Personalpronomen  它 wird im Chinesischen zur Bezeichnung von Sachen und Tieren verwendet.

** Die weibliche Form tāmen 她们 wird nur dann verwendet, wenn eine Aussage über eine Gruppe von ausschließlich Frauen getroffen wird. Für gemischte Gruppen, in denen mindestens ein männlicher Vertreter zu finden ist, wird die männliche Pluralform tāmen 他们 gebraucht!


Beispiele:

我的名字

wǒde míngzi

mein Name

你的米饭

nǐde mǐfàn

dein Reis 

她的中文

tāde zhōngwén

ihr Chinesisch 

我们的德文

wǒmen de déwén

unser Deutsch

你们的钱

nǐmen de qián

euer Geld 

他们的爱

tāmen de ài

ihre Liebe


Will man nach Zugehörigkeit fragen, kann man das mit dem Fragepronomen shéi de 谁的 „wessen“.

Beispiele:

谁的钱?

Shéi de qián? 

Wessen – Geld? 

"Wessen Geld ist das?" 

我的钱。/ 我的。

Wǒ de qián. / Wǒ de.

Mein –  Geld. / Meins.

"Mein Geld. / Meins."



2. 
Die Fragepartikel ma

– ein vielseitiger Grammatikheld!



In dieser Lektion lernen wir einen unscheinbaren und doch überaus nützlichen Grammatikhelden des Chinesischen kennen, nämlich die Fragepartikel ma 吗. 

Dieses grammatische Funktionswort vermag es, aus einem einfachen Aussagesatz (z.B. „Du hast einen chinesischen Namen.“) im Handumdrehen eine Frage zu zaubern (“Hast du einen chinesischen Namen?“). 

Dafür muss die Fragepartikel ma einfach nur ans Ende eines Aussagesatzes angehängt werden.

Im Deutschen sähe das so aus:

„Du hast einen chinesischen Namen MA?

=

“Hast du einen chinesischen Namen?

Aussagesatz + MA

wird zu

Fragesatz

Beispiele im Chinesischen:


Beispiel 1:

你有中文名字。

Nǐ yǒu zhōngwén míngzi.

Du – hast – chinesischen – Namen.

„Du hast einen chinesischen Namen.(Aussagesatz)

你有中文名字吗?

Nǐ yǒu zhōngwén míngzi ma?

Du – hast – chinesischen – Namen - MA?

„Hast du einen chinesischen Namen?“ (Fragesatz)

Beispiel 2:

你爱我。 

Nǐ ài wǒ.

Du – liebst – mich.

„Du liebst mich.“ (Aussagesatz)

你爱我吗? 

Nǐ ài wǒ ma?

Du – liebst – mich - MA?

„Liebst du mich?“ (Fragesatz)

Beispiel 3:

你好。

Nǐ hǎo.

Du – gut.

„Hallo.“ (Aussagesatz)

你好吗?

Nǐ hǎo ma?

Du – gut – MA?

„Wie geht es dir?“ / „Geht es dir gut?“ (Fragesatz)


Beantworten lassen sich ma-Fragen einfach durch die Wiederholung des Verbs bzw. durch das verneinte Verb.

Die Verneinung wird im Chinesischen durch Voranstellen des Wortes 不 „nein, nicht“ gebildet. Eine Ausnahme bildet lediglich das Verb yǒu 有 „haben“. Hier lautet die Verneinung méiyǒu 没有 „nicht haben“.

Beispiele:

Frage 1:

你爱我吗?

Nǐ ài wǒ ma?

Du – liebst – mich – MA?

“Liebst du mich?“

Antworten:

爱。

Ài.

Lieben.

„Ja./ Ja, ich liebe dich.“

不爱。

 ài.

Nicht lieben.

Nein. / Nein, ich liebe dich nicht.“

Frage 2:

你有中文名字吗?

Nǐ yǒu zhōngwén míngzi ma?

Du – hast – chinesischen – Namen - MA?

„Hast du einen chinesischen Namen?

Antworten:

有。

Yǒu.

Haben. 

„Ja. / Ja, habe ich.“

没有。

Méiyǒu.

Nicht haben.

„Nein. Nein, habe ich nicht.“



3. 
Und was ist mit…?

- Die Fragepartikel ne



Neben der Fragepartikel ma gibt es im Chinesischen noch einige weitere Funktionswörter, die ans Satzende gestellt werden können. Eines davon ist das Wörtchen ne 呢, mit dem sich zahlreiche nützliche Fragen bilden lassen. 

Im Deutsch lässt sich „ne“ je nach Kontext entweder mit „Und…?“ bzw. „Und was ist mit…?“ oder mit „Und wo ist..?“ bzw. „Wo ist denn...?“ übersetzen. 

Je nachdem, was „ne“ vorausgeht, lassen sich so zahlreiche „Und was ist mit…?“-Fragen bilden.


Beispiele:

你呢?

Nǐ ne?

Du - NE?

"Und du?/ Und was ist mit dir? Und wo bist du?" (z.B. auf einem Foto)

他呢?

Tā ne?

Er – NE?

"Und er?/ Und was ist mir ihm? / Und wo ist er?"

小刘呢?

Xiǎo Liú ne?

Xiao Liu - NE?

"Und Xiao Liu?/Und was ist mit Xiao Liu? / Und wo ist Xiao Liu?"

明天呢?

Míngtiān ne?

Morgen – NE?

"Und morgen? / Und was ist mit morgen?"

米饭呢?

Mǐfàn ne?

Reis – NE?

"Und der Reis?/ Und was ist mit dem Reis? / Und wo ist der Reis?"

你的手机呢?

Nǐde shǒujī ne?

Dein – Handy – NE?

"Und dein Handy? / Und was ist mit deinem Handy? / Wo ist denn dein Handy?"



4. Und wie heißt du?

–  Jemanden auf Chinesisch
nach seinem Namen fragen



Am Beginn jedes Kennenlernens und Gesprächs steht meist die Frage nach dem Namen des Gegenübers. Auf Chinesisch gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Namen seines Gesprächpartners zu erfragen.

Dabei lässt sich vor allem nach förmlichen und eher informellen Situationen unterscheiden. In dieser Lektion lernen wir zunächst Formulierungen kennen, mit denen man informell den Namen einer Person erfragen kann:


Variante 1:

Erst den eigenen Namen angeben und dann die „Und du?“-Frage stellen:

我叫Lena。你呢?

Wǒ jiào Lena. Nǐ ne?

Ich – heiße – Lena. Du – NE?

„Ich heiße Lena. Und du?“


Variante 2:

Direkt nach dem Namen des Gesprächspartners fragen mit dem Fragewort shénme 什么, das „was“ bzw. „welche/r/s“ bedeutet. (Ausführlich stellen wir euch dieses Fragewort und seine Verwendung in Lektion 5 vor.)

你叫什么名字?

Nǐ jiào shénme míngzi?

Du – heißt – was/welcher – Name?

"Wie heißt du?/Wie lautet dein Name?"


Variante 3:

Da sich die chinesische Aussprache stark von der Aussprache vieler westlicher Sprachen unterscheidet und die Aussprache chinesischer Namen für westliche Zungen oft ungewohnt ist, geben sich viele Chinesen ausländische Namen. Umgekehrt ist es auch äußerst üblich, dass man sich als Ausländer in China einen chinesischen Namen zulegt. (Mehr zum Thema chinesische Namen erfahrt ihr weiter unten im „Kulturhighlight“ dieser Lektion).

Eine weitere nützliche Frage beim Kennenlernen ist von daher:

„Hast du einen chinesischen/deutschen Namen?“

你有中文名字吗?

Nǐ yǒu zhōngwén míngzi ma?

Du – hast – chinesischen – Namen – MA?

„Hast du einen chinesischen Namen?“

你有德文名字吗?

Nǐ yǒu déwén míngzi ma?

Du – hast – deutschen – Namen – MA?

„Hast du einen deutschen Namen?“

Wie man sich in formellen Kontexten vorstellt, verraten wir euch in Lektion 13!



5. 
Sein oder nicht sein

– Chinesische Sätze mit shì und hěn



a) "sein" – ist-Sätze

Oft möchten wir in einer Sprache Aussagen darüber treffen, wie etwas „ist“. Im Deutschen lassen sich solche Aussagen immer mit dem Verb „sein“ treffen, egal, welche Wortart im Anschluss an das Verb „sein“ folgt.

(Für die Grammatikbegeisterten unter unseren Lernern: Grammatisch nennt man solche Verben, die ein Subjekt und ein Prädikat direkt verbinden können, übrigens Kopulaverben.)

Beispiel auf Deutsch:

1)

Ich

bin

Xiao Liu.

Subjekt 

Kopulaverb „sein“

nominales Prädikat

2)

Dein Chinesisch

ist 

gut.

Subjekt 

Kopulaverb „sein“

adjektivisches Prädikat

Auch im Chinesischen gibt es ein Verb für „sein“, nämlich shì 是. Man verwendet es jedoch nur in solchen Sätzen, in denen auf „sein“ ein Substantiv (bzw. ein anderer nominaler Ausdruck) folgt:

Beispiele:


Ich

„Ich

shì

sein

bin

小刘。

Xiǎo Liú.

Xiao Liu.

Xiao Liu.“

Subjekt 

Kopulaverb „sein“

nominales Prädikat


Ich

Ich

Subjekt 

shì

sein

bin

Kopulaverb „sein“

小刘。

Xiǎo Liú.

Xiao Liu.

Xiao Liu.

nominales Prädikat


Der Unterschied zum Deutschen, den man sich merken sollte: 

Folgt ein Adjektiv bzw. adjektivisches Prädikat auf das Verb „sein“, kann im Chinesischen nicht shì "sein" stehen. Stattdessen wird in der Regel ein Adverb an die Stelle von shì gestellt.

In der Regel wird hier das Adverb hěn 很 verwendet, was eigentlich „sehr“ bedeutet, hier in vielen Fällen aber einfach im Sinne von „sein“ ins Deutsche übersetzt wird.

Ob hěn im konkreten Einzelfall „sehr“ oder einfach „sein“ bedeutet, ergibt sich aus dem Kontext. Manchmal wird hěn auch einfach ganz weggelassen und das adjektivische Prädikat folgt direkt auf das Verb:

Beispiele:


他的中文

Tāde Zhōngwén

Sein Chinesisch

„Sein Chinesisch


hěn

ist/ist sehr

ist (sehr)

好。

hǎo.

gut.

gut.“

Subjekt 

Adverb ("sehr")

adjektivisches Prädikat

Beispiele mit anderen Adverbien:


他的中文

Tāde Zhōngwén

Sein Chinesisch

„Sein Chinesisch

非常

fēicháng

außergewöhnlich

ist außergewöhnlich

好。

hǎo.

gut.

gut.“

Subjekt 

Adverb

adjektivisches Prädikat


他的中文

Tāde Zhōngwén

Sein Chinesisch

„Sein Chinesisch

特别

tèbié

besonders

ist besonders

好。

hǎo.

gut.

gut.“

Subjekt 

Adverb

adjektivisches Prädikat

Achtung! Falsch wäre nämlich dagegen:

*

他的中文

Tāde Zhōngwén

Sein Chinesisch

„Sein Chinesisch

shì

sein

ist

好。

hǎo.

gut.

gut.“

Subjekt 

Kopulaverb "sein"

adjektivisches Prädikat

Als Faustregel kann man sich also merken: shì steht in der Regel nicht vor Adjektiven. Stattdessen muss vor Adjektiven das Adverb hěn stehen.


b) "
nicht sein" – Verneinte ist-Sätze

shì-Sätze werden mit dem Adverb 不 verneint:

Beispiel:




Ich

„Ich

不是

bú shì

nicht – sein

bin nicht

小刘。

Xiǎo Liú.

Xiao Liu.

Xiao Liu.“

Subjekt 

nicht + Kopulaverb

nominales Prädikat

Auch hěn-Sätze werden mit bù verneint, allerdings muss bei hěn-Sätzen in der Verneinung das Adverb hěn entfallen:

Beispiel:


他的中文

Tāde Zhōngwén

Sein Chinesisch

„Sein Chinesisch



nicht/nein

ist nicht

好。

hǎo.

gut.

gut.“

Subjekt 

Adverb

adjektivisches Prädikat

Falsch wäre dagegen:

* 他的中文不很好。

* Tāde Zhōngwén bù hěn hǎo.



6. 
Wortklassen – die Grenzen fließen!


Wer genau aufgepasst hat, wird festgestellt haben, dass das Wort „zhōngwén“ 中文 in unserem Lektionsdialog mit zwei unterschiedlichen Bedeutungen auftaucht, einmal nämlich als Substantiv im Sinne von „Chinesisch, das Chinesische“ und ein anderes Mal als Adjektiv im Sinne von „chinesisch/e/r“:

Beispiele:

你的中文

nǐde zhōngwén

dein – Chinesisch 

"dein Chinesisch" 

vs.

中文名字

zhōngwén míngzi

chinesischer – Name

"chinesischer Name"

Da das Chinesische, wie wir in Lektion 1 bereits gelernt haben, keine Wortbeugung (Flexion) besitzt, gibt es tatsächlich viele Wörter, die ohne sichtbare Formunterschiede sowohl als Nomen als auch als Adjektiv verwendet werden können. Die Grenzen zwischen einzelnen Wortklassen sind im Chinesischen also vergleichsweise fließend!

Für uns als Lerner hat das den Vorteil, dass mit dem Lernen weniger Vokabeln vergleichsweise viele Bedeutungsnuancen ausgedrückt werden können, ohne dass man sich mit weiterer Grammatik und weiteren Regeln herumschlagen muss.

Andererseits ist für uns als Fremdsprachenlerner so nicht immer auf den ersten Blick eindeutig erkennbar, ob ein Wort nun zum Beispiel als Substantiv oder als Adjektiv zu übersetzen ist.


Weitere nützliche Vokabeln aus unseren Beispielsätzen:



Weitere Vokabeln:




你好吗?

Nǐ hǎo ma?


Wie geht es dir? / Geht es dir gut?

米饭

mǐfàn

n

Reis

qián

n

Geld

明天

míngtiān

adv

morgen

手机

shǒujī

n

Handy, Mobiltelefon (wörtl. "Hand-Maschine")


Kulturhighlight:

Chinesische Namen

- Warum manche Chinesen sich

in Deutschland „Petra“ nennen

Chinesische Namen

- Warum manche Chinesen sich in Deutschland „Petra“ nennen

So gut wie alle Chinesen heißen doch Wang, oder? Stimmt natürlich nicht, nur rund 95 Millionen Menschen tragen in China diesen Nachnamen, was etwa 7,1 Prozent der Bevölkerung entspricht.

Fakt ist aber, dass es im Chinesischen nur ein begrenztes Repertoire an ein paar hundert möglichen Nachnamen gibt, von denen zudem einige besonders häufig vorkommen. 2014 veröffentlichte das chinesische Statistikamt eine Rangliste der häufigsten chinesischen Nachnamen. Demnach zählen neben Wang auch Li, Zhang, Liu und Chen zu den größten Namensvettergruppen (unsere Liste der 20 häufigsten Nachnamen findet ihr hier).


Und wie sieht nun ein typischer chinesischer Vollname aus?

Zunächst einmal kommt im Chinesischen der Nachname vor dem Vornamen. So heißt es zum Beispiel Wang Yu, wobei Wang der Nachname ist. 

Im E-Mail-Verkehr mit westlichen Adressaten kann das schon mal Verwirrung stiften, nämlich dann, wenn nicht sicher ist, ob der chinesische Name nun in chinesischer Reihenfolge (Wang Yu) oder „westlicher“ Reihenfolge (Yu Wang) unter der E-Mail steht. Erschwert wird die Gemengelage auch noch dadurch, dass chinesische Vornamen (selbst für Muttersprachler) nicht immer deutlich einem Geschlecht zugeordnet werden können.


Doch keine Panik!

Einige verlässliche Hinweise gibt es dennoch: So sind chinesische Nachnamen fast immer einsilbig, während Vornamen nicht selten zwei Silben haben. Erhält man also eine E-Mail von Han Xiaolin (oder eingedeutscht Xiaolin Han), ist der Nachname auf alle Fälle Han.

Außerdem haben viele Chinesen Mitleid und schreiben deshalb ihren Nachnamen einfach in Großbuchstaben (Xiaolin HAN), um Missverständnissen vorzubeugen. 

Noch wasserdichter ist es, sich gleich einen „ausländischen“ Vornamen zuzulegen. Und so kommt es, dass sich Chinesen in Deutschland auch schon mal als Peter oder Petra vorstellen. Das ist für den Durchschnittdeutschen auch wesentlich weniger zungenbrecherisch als Xiaolin oder Jinping.

Gleiches gilt übrigens auch für unsere westlichen Namen in China!

Die drohen nämlich Chinesen ebenfalls einen Knoten in die Zunge zu zwirbeln und lassen sich zudem schlecht merken. Deshalb ist es gängige Praxis in China, ausländische Namen zu „sinisieren“.

Wer also langfristig mit China in Kontakt treten will, für den empfiehlt es sich, sich einen eigenen chinesischen Namen zuzulegen. Hierfür sucht man sich am besten einen gängigen chinesischen Nachnamen, der im Idealfall entfernt an den deutschen Nachnamen erinnert und einen ein- bis zweisilbigen Vornamen. Hier sollte man eine wohlklingende Zeichenkombination wählen, die positive Konnotationen weckt. Am sichersten ist es, sich hierbei einfach von einem chinesischen Freund oder Bekannten beraten zu lassen, bevor die Namensschöpfung auf die Visitenkarte kommt. 


Übungsteil: Trainiere deine Chinesisch-Sprechmuskeln!

Eine Fremdsprache zu lernen, ist letztlich keine Wissenschaft, sondern eine praktische Fertigkeit! Genauso wie Schnürsenkel binden oder einen Schlag beim Tennis bzw. einen Bewegungsablauf beim Schwimmen einzuüben, ist auch das Sprechen einer neuen Sprache eine Fähigkeit, die man erst dadurch erlernt und verbessert, dass man sie aktiv trainiert, immer wieder einübt und so automatisiert!

Also: Jetzt bist du gefragt! Am Ende jeder Lektion hast du hier die Möglichkeit, alle Lektionssätze noch einmal einzeln in aller Ruhe anzuhören und vor allem aktiv nachzusprechen und einzuüben.


Also - los geht's! 

Nǐ hǎo, wǒ jiào Lena. Nǐ ne?

Hallo, ich – heiße – Lena. Du – NE?

„Hi, ich heiße Lena. Und du?“

你好,我叫Lena。你呢?

Nǐ hǎo, wǒ shì Xiǎo Liú.

Hallo, ich – bin – Xiao Liu.

„Hallo, ich bin Xiao Liu.“

你好,我是小刘。

Nǐde zhōngwén hěn hǎo!

Dein – Chinesisch – sehr – gut!

„Dein Chinesisch ist sehr gut!“

你的中文很好啊!

Nǎli nǎli!

Woher - woher!

„Ach, woher denn!

哪里哪里!

Nǐ yǒu zhōngwén míngzi ma?

Du – hast – chinesischen – Namen – MA?

„Hast du einen chinesischen Namen?“

你有中文名字吗?


Yǒu! Wǒde zhōngwén míngzi jiào Mèng Léinà.

Habe! Mein – chinesischer – Name – heißt – Meng Leina.

„Habe ich! Mein chinesischer Name lautet Meng Leina.“

有!我的中文名字叫孟雷娜。

Nǐde zhōngwén míngzì hěn hǎotīng!

Dein – chinesischer – Name – sehr – wohlklingend!

„Dein chinesischer Name klingt sehr schön!“

你的中文名字很好听!

Xièxie!

Danke!

„Danke!“

谢谢!




Zur nächsten Lektion:

Lektion 3:

"Kommen Sie etwa aus China?"





Gefördert durch:


a

a


» Zurück zur Einstiegsseite  


» Zurück zur Homepage 


Gefördert durch:


Alle Lektionen:

Lektion 1:

Lektion 2:

Lektion 3:

Lektion 4:

Lektion 5:

Lektion 6:

Lektion 7:

Lektion 8:

Lektion 9:

Lektion 10:

Lektion 11:

Lektion 12:

Lektion 13:

Lektion 14:

Lektion 15:

Aussprache 1:

Aussprache 2:

Einstiegsseite:





Schreib uns!

Du hast Feedback oder Fragen zu unserem Chinesisch-Einsteigerkurs?

Wir freuen uns über deine E-Mail!

Mit Sternchen gekennzeichnete Felder bitte ausfüllen.

Bitte folgenden Code eingeben:

  



Fluchen für Fortgeschrittene

Nimm an unserer Mini-Umfrage teil und hilf mit, NIU ZHONGWEN noch besser zu machen. Als Dankeschön gibt es unser exklusives Vokabelset zum Thema Fluchen.

Jetzt mitmachen!



中秋节


Am 24. September 2018 ist es wieder soweit: das chinesische Mittherbstfest steht an. Dabei darf ein Gebäck nicht fehlen, das es im doppelten Sinne in sich hat... 


"Wawatou"


In dieser Woche gibt es ein Eis mit Kultstatus, das eine Grundsatzfrage aufwirft... 



NIU Quiz  牛测试

Mit Sternchen gekennzeichnete Felder bitte ausfüllen.

Mit Sternchen gekennzeichnete Felder bitte ausfüllen.